
Ich kann alles erreichen, was ich wirklich will.
Eine faszinierende Vorstellung und eine durchaus berechtigte Annahme. Jeder Mensch verfügt über eine mentale Urkraft, die ihn zu erstaunlichen Leistungen befähigt. Im Alltag merken wir allerdings schnell, dass es so einfach doch nicht ist. Der Wille allein ist nicht genug. Noch wichtiger ist die Überzeugung, erreichen zu können, was wir erreichen wollen. Erst dann wird es uns gelingen, auch die notwendige Beharrlichkeit aufzubringen, um trotz eventueller Rückschläge und Misserfolge weiterzumachen, festzuhalten an dem einmal gesetzten Ziel. Ist diese Überzeugung gestört, befinden wir uns in einer Sackgasse. Wir brauchen Erfolg, um dort herauszukommen, um wieder daran glauben zu können, das zu erreichen, was wir uns vornehmen. Aber wir brauchen die Überzeugung, erreichen zu können, was wir uns vornehmen, um Erfolg zu haben.
Viele, die Nichtraucher werden wollen, kennen das Problem. Sie könnten ja einfach mit Rauchen aufhören, aber sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie es nicht schaffen. Auch jemand, der mit gesundheitlichen Problemen von einem Arzt zum
anderen läuft ohne die erhoffte Hilfe zu bekommen, ist von dieser Erfahrung geprägt. Auch ihm fehlt die mentale Kraft, wieder gesund zu werden. Und es sind gar nicht immer eigene Misserfolge, die unsere mentale Kraft lähmen. Wir hören von anderen, die es auch nicht geschafft haben, die wir vielleicht für stärker halten und die auf anderen Gebieten durchaus erfolgreich sind. Wenn die es nicht geschafft haben, warum sollten wir es dann schaffen können? Vielleicht war es zunächst nur ein kleiner Zweifel. Wir sind durchaus optimistisch, nehmen uns etwas vor, sind eigentlich davon überzeugt, dass es uns gelingt, und wir packen die Sache zuversichtlich an. Aber dieser kleine Zweifel ist wie ein winziges Sandkörnchen in einem Uhrwerk. Es bringt letztlich das ganze Getriebe zum Stillstand.
Woher nehmen wir nun den festen Glauben an den Erfolg einer Sache, um diese mentale Kraft wieder zu aktivieren? Unser kritisches Bewusstsein braucht zunächst einen Erfolg, um die Zweifel zu beheben, die den Erfolg behindern. In diesem Teufelskreis hilft uns nur ein Trick: In der Trance ist unser Bewusstsein frei, es hat sich aus den eingefahrenen Denkmustern gelöst. Damit können wir sowohl selbst neue Wege erkennen als auch die Information des Hypnotiseurs: „Ich weiß, dass ich es schaffe. Ich bin stark, ich habe die Kraft“, als Tatsache aufnehmen. Diese Information wird nicht mehr hinterfragt. Sie bleibt uns erhalten.
Wäre noch die Frage zu klären, wie weit reicht diese Kraft aus der Überzeugung und kann man sie reproduzierbar zur Erzeugung einer gewünschten Wirkung verwenden. Ohne uns in philosophischen Betrachtungen zu verlieren, können wir für die Reichweite eine einfache Formel angeben: Das offensichtlich Unmögliche bleibt unmöglich. Wer in der Schule nicht lesen gelernt hat, wird auch mit dem stärksten Glauben nicht zum Professor, und der bewusste Berg, von dem behauptet wird, Glaube könne in versetzen, wird ebenfalls da bleiben, wo er ist. Anders ist das, wenn es darum geht, in uns oder an uns selbst etwas zu verändern. Wenn uns das nicht gelingt, liegt die Ursache im unbewussten Teil unseres Bewusstseins. Dort können wir direkt eingreifen, die Wirkung dieser Eingriffe sind reproduzierbar. Der Fachmann für diesen Eingriff ist der Hypnotiseur. Er kennt die Technik, das Bewusstsein aus eingefahrenen Bahnen zu befreien, er kennt die Formulierungen, die das Unbewusste erreichen, und er kennt die Methode, die eine Hypnosebehandlung zu einem angenehmen Erlebnis macht, aus dem wir mit einem neuen, positiven Lebensgefühl in den Wachzustand zurückkehren. Die Erfolgsquote direkter Eingriffe in das Unterbewusstsein ist erstaunlich hoch. Mit sorgfältiger Vorbereitung, der richtigen Einleitung und einem auf den Klienten zugeschnittenen Wirksuggestion beträgt diese zum Beispiel bei der Raucherentwöhnung an die 90 Prozent.
Wolfgang Bicker
Chancen und Grenzen mentaler Kraft


Wolfgang Bicker
Hypnosecoach HA
Tel: 04103 - 96 54 222